Grüner Salon 27. Februar

Im Grünen Salon am 27. Februar 2020 setzten wir die Veranstaltungsreihe „Klimaschonend unterwegs“ zum Klimaschutz im Verkehr mit dem Thema „E-Auto: Irr-Weg oder Ziel?“ gemeinsam mit den Grünen Oerlinghausen fort. Ca 40 Gäste konnten wir um 18 Uhr im B-vier begrüßen.

Prof. Dr.-Ing. Jens Haubrock von der Fachhochschule Bielefeld ging in seinem Vortrag ausführlich auf die technischen Aspekte der Elektromobiliät ein:

Leider ist der Referent auf die Frage nach der Umweltbilanz von E-Autos nicht genauer eingegangen. Zu dieser Thematik empfehlen wir das Video “Elektroauto, Diesel oder Wasserstoff – Womit stoppen wir die Klimakrise?” von Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für das Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Auf seinem Info-Portal volker-quaschning.de finden sich weitere spannende Beiträge rund um die Themen E-Auto und Klimaschutz.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte Jens Haubrock kurz seine aktuellen Projekte “Fit2Load“ und “Power2Load” vor .

  • Fit2Load– EFRE-Forschungsprojekt für Mobilitätskonzepte zur CO2-armen Nutzung von Elektromobilität

  • Power2Load– Intelligente Automatik zur Erweiterung von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge und Reduzierung von CO2 durch Lastverschiebung und Erhöhung des regenerativen Anteils des Ladestroms bei elektrifizierten Dienstwagen: Unternehmen scheuen heute noch das hohe Investitionsrisiko beim Aufbau einer großflächigen Ladeinfrastruktur auf dem eigenen Betriebsgelände aus Unsicherheit  hinsichtlich der Entwicklung der Elektromobilität sowie der Ladetechnik. Das Projekt Power2Load bietet eine kostengünstige Lösung an: Eine intelligente „Mehrfachsteckdose“ für Ladesäulen. Dadurch lässt sich die Überlastung des Netzanschlusses vermeiden und der Anteil des Grünstroms am Ladestrom maximieren. Das intelligente Lademanagement ermöglicht es, Ladepunkte um den Faktor acht zu erweitern. Übergeordnetes Ziel ist die Maximierung des Anteils an regenerativ erzeugten Strom beim Laden der Fahrzeuge und die optimierte Anpassung der Ladevorgänge an den Lastgang des Unternehmens. Gleichzeitig wird das elektrische Netz beim Laden der Elektrofahrzeuge entlastet. Durch die Entwicklung und den Aufbau eines ganzheitlichen Konzeptes für eine Ladeinfrastruktur bei Unternehmen wird die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen erhöht, sowohl innerbetrieblich als auch bei gewerblichen Besucherinnen und Besuchern. Das System lässt sich in bereits bestehende oder zukünftig geplante Energie- und Lademanagementsysteme integrieren. Die Erweiterung einer bestehenden Ladeinfrastruktur mit dem LMU minimiert Investitionskosten von Ladeinfrastruktur und maximiert die Anzahl möglicher Ladeplätze für Elektrofahrzeuge.

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Ankündigung: 

Mobil sein im ländlichen Raum wie in Lippe bedeutet momentan immer noch ins eigene Auto zu steigen. Der Verkehr liegt mit über 200 Millionen Tonnen auf Platz 3 der Hauptverursacher des Treibhausgases CO2. Mehr als 95 Prozent davon kommen von PKW und LKW.

  • Wie können wir zukünftig auch mit dem Auto das Klima schützen?
  • Welche Ideen und Vorstellungen gibt es dazu?
  • Was heißt das für uns in Leopoldshöhe und Oerlinghausen?

Für diese Diskussionsrunde haben wir als Referenten eingeladen. In seinem Projekt „Fit2Load“ entwickelt er ein ganzheitliches Elektromobilitätskonzept, das Unternehmen einen ökologischen Betrieb gewerblicher E-Fahrzeuge ermöglicht. Diese innovative Projektidee konnte beim Klimaschutzwettbewerb „EnergieeffizienzUnternehmen.NRW“ überzeugen und wird mit einem Projektvolumen von 1,5 Millionen Euro gefördert.

Im Januar 2019 waren mehr als 47 Millionen PKW mit amtlichem Kennzeichen auf unseren Straßen unterwegs. Davon haben 98 Prozent einen konventionellen Verbrennungsmotor. Bis Ende 2019 waren in Deutschland 306.231 E-Fahrzeuge (inklusive Plug-in-Hybride zugelassen. Nur 3 Prozent (knapp über 100.000) aller neu zugelassenen Fahrzeuge waren batterriebetrieben. Das liegt weit hinter dem EU-Durchschnitt von 3,2 Prozent und weit hinter Norwegen mit 56 Prozent. Mitte 2019 fuhren 540 E-Autos und 1.200 Hybride durch Lippe. Bielefeld belegt mit 706 Elektro-Autos einen Spitzenplatz in NRW. Der Anteil am Bestand ist mit 0,4 Prozent dennoch überschaubar.

Wir wollen uns dem Thema von drei Seiten nähern: Technische Aspekte, Alltagstauglichkeit und Umwelt-Bilanz. Und dabei mit Mythen und Vorurteilen aufräumen.

Zunächst nehmen wir die Technik unter die Lupe:

  • Wie funktioniert ein Elektroauto und welche Typen gibt es?
  • Welche Batterien werden verwendet und wovon hängt die Ladedauer ab?
  • Wie sicher ist ein Elektroauto und gibt es Alternativen?

Danach klären wir, wie sich das E-Auto im Alltag bewährt:

  • Wie teuer ist ein Elektroauto und was kostet der Unterhalt?
  • Welche Vorteile bringt es mir in Alltag und kommt man weit genug damit?
  • Gibt es genügend Ladesäulen und kann man an jeder Säule laden?

Abschließend widmen wir uns der Umweltbilanz:

  • Welche Ressourcen verbrauchen Elektroautos und wie viel Treibhausgase verursachen sie?
  • Welche Problemstoffe sind in Batterien und wohin mit den Altakkus?
  • Wie nachhaltig ist elektrisches Fahren und können wir damit die Klimaziele erreichen?

Wir freuen uns auf einen informativen Vortrag und eine konstruktive Debatte. Kommen Sie vorbei und diskutieren Sie mit uns.

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